Vorschriften / Protokolle

Betriebsordnung

Betriebsordnung
(Fassung vom 01.06.2011)

Das durch den Regierungspräsidenten in Münster genehmigte Fluggelände (Az.: 53.10.3; vom 24.11.77) steht allen Mitgliedern des Luftsport-Clubs Kirchlinde e.V. zur Ausübung des Modellflugsports zur Verfügung.

Flugzeiten

Flugmodelle mit Verbrennungsmotorantrieb dürfen tags außerhalb der Ruhezeitbetrieben werden.

Werktage: 8.00 - 20.00 Uhr

Sonn- und Feiertage: 9.00 - 13.00 Uhr ; 15.00 - 20.00 Uhr

Die Beschränkung gilt nur für verbrennungsmotorisch betriebene Modelle. Elektro- und Segelflugmodelle liegen außerhalb dieser zeitlichen Beschränkung.

Ausnahmen werden vom Vorstand frühzeitig bekannt gegeben.

Luftraum

Der Luftraum, in denen die Flugmodelle betrieben werden dürfen, wird wie folgt festgelegt:Entfernungsradius zum Mittelpunkt des Geländes in Richtung Nord über Ost bis Südost von 400m. Im Luftraum von Nord über West bis Süd dürfen die Modelle nicht betrieben werden.

Der Schutzzaun sowie die Zuschauer- und Vorbereitungsräume dürfen nicht überflogen werden.

Die Mitglieder des LSC-Kirchlinde e.V. haben in eigener Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass sich die Zuschauer während des Flugbetriebes hinter dem Schutzzaun aufhalten.

Flugbetrieb

Allgemein gelten die Regeln der Luftverkehrsordnung (Luft VO).

Es dürfen nur Mitglieder fliegen, die im Besitz eines gültigen Mitgliedsausweises des DMFV (Deutscher Modellflieger Verband) sind. Der Ausweis ist ständig mitzuführen und unaufgefordert dem Flugleiter vorzulegen.

Es dürfen nur solche Flugmodelle betrieben werden, die aufgrund ihres technischen Zustandes, insbesondere ihrer Steuerungsanlage, sicher gestartet und gelandet werden können. Sämtliche Modelle (auch Segel- und Elektroflugmodelle) müssen ihren Besitzer ausweisen.

Die zum Einsatz kommenden Flugmodelle mit Verbrennungsmotor müssen mit einem dem neuesten Stand der Technik entsprechenden Schalldämpfer ausgerüstet sein. Ein Schallpegel gem. den Grundsätzen des Bundes und der Länder für die Erteilung der Erlaubnis von Flugmodellen gemäß § 16 LuftVO Abstandstabelle B und D NfL I -76/08 darf nicht überschritten werden.

Es ist unter den in der vom Luftfahrtbundesamt veröffentlichten Lärmvorschrift für Luftfahrzeuge genannten Messbedingungen jedes eingesetzte Flugmodell mit Verbrennungsmotor zu vermessen und über die Messung ein Messprotokoll ( Lärmpass) anzulegen.

Es dürfen nur Funkanlagen verwendet werden, die den für solche Anlagen geltenden Vorschriften der Bundesnetzagentur entsprechen. Bei dem Betrieb dieser Anlagen sind die geltenden Verfügungen der Bundesnetzagentur zu beachten.

Bei Anzeichen von Funkstörungen ist der Flugbetrieb unverzüglich solange einzustellen, bis die Störquelle eindeutig ermittelt und ausgeschaltet wurde. Sollten dauerhafte oder wiederholte Funkstörungen auftreten, ist die Luftfahrtbehörde hierüber in Kenntnis zu setzen.

Die Belegung der Frequenzen und der genutzten Kanäle der Funkfernsteuerungsanlagen ist während des Betriebes durch eine Kennzeichnung am Sender und durch Anzeige auf einer Frequenztafel kenntlich zu machen. Dies gilt nicht für Funkanlagen, bei denen bauartbedingt bei gemeinschaftlicher Frequenznutzung eine Beeinflussung des Empfängers durch unzugehörige Sender ausgeschlossen ist.

Bei Flugbetrieb ist zwischen den Piloten grundsätzlich eine Frequenzabsprache durchzuführen.

Das gleichzeitige Starten und Betreiben wird auf zwei Flugmodelle mit Antrieb durch Verbrennungsmotor beschränkt. Elektro- und Segelflugmodelle liegen außerhalb dieser Beschränkung.

Es dürfen Flugmodelle mit und ohne Verbrennungsmotoren mit einem Gesamtgewicht von 25 kg betrieben werden.

Flurschaden durch z.B. Außenlandungen und Abstürze sind weitgehend zu vermeiden, bzw. so gering wie möglich zu halten. In dem Flugbuch sind alle Außenlandungen mit Datum, Uhrzeit sowie Name des Modellflugzeugführers einzutragen.

Die Versorgung mit Betriebs- und sonstigen Stoffen ist nur zulässig, wenn zur Verhütung von Schäden jeglicher Art (Bränden, Verunreinigungen des Grundwassers usw.) die nach den jeweiligen Vorschriften erforderlichen Maßnahmen getroffen sind. Im Zusammenhang mit dem Flugbetrieb stehende wesentliche Störungen sind unverzüglich der Erlaubnisbehörde anzuzeigen. § 5 LVO bleibt unberührt.

Der Verkehr auf den Wirtschaftswegen sowie die Bewirtschaftung der angrenzenden Felder darf durch den Modellflugbetrieb nicht behindert werden.

Der jeweilige Pilot muss während des Fluges ständig Sichtkontakt zu seinem Flugmodell halten.

Ungeübte Modellflieger dürfen nur unter Aufsicht eines erfahrenen Modellflugpiloten am Flugbetrieb teilnehmen.

Der Modellflugbetrieb darf nur in Anwesenheit eines Flugleiters durchgeführt werden. Der Flugleiter ist für die Einhaltung der Auflagen dieser Erlaubnis verantwortlich. Er hat dies durch Eintragung in das Flugleiterdienstbuch mit Unterschrift zu bestätigen.

Regelung bei geringerer Nutzung des Fluggeländes: Erst wenn mehr als 3 Flugmodelle betrieben werden sollen, ist ein geeigneter Flugleiter zu benennen. Ist kein Flugleiter eingeteilt, ist der 4. eintreffende geeignete Pilot Flugleiter. Die erforderlichen Modellflugbucheintragungen sind von den Piloten selbst vorzunehmen. Das Modellflugbuch befindet sich im Kasten am Schutzzaun.

Während des Modellflugbetriebes muss ein Verbandskasten nach DIN 3164 (wie im PKW vorgeschrieben) vorhanden sein.

Zwischen den Flugmodellen und Drittpersonen außerhalb des Aufstiegsgeländes (z.B. Spaziergänger, Feldarbeiter) muss stets ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden. Hierbei sind auch das Gewicht und das Betriebsverhalten der Modelle (Geschwindigkeit, Steuerungsfähigkeit etc.) zu berücksichtigen.

Während Starts und Landungen dürfen sich im An- und Abflugsektor keine Personen aufhalten.

Beim Betrieb von Flugmodellen mit Turbinenantrieb ist stets ein geeigneter Feuerlöscher bereitzuhalten.

Gastflieger und Interessenten können eine Tagesmitgliedschaft erwerben. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag (Eintragung im Flugbuch) entscheidet der Vorstand. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, erfolgt die Entscheidung über die Aufnahme durch den Flugleiter. Die Tagesmitgliedschaft endet mit der Beendigung des Flugbetriebes am jeweiligen Tag und dem entsprechenden Eintrag im Flugbuch (Austritt). Gastflieger dürfen nur in Anwesenheit eines Vereinsmitgliedes unter Vorlage eines Versicherungsnachweises fliegen.

Unfälle, die aus Nichtbeachten dieser Regel entstehen, werden geahndet. Der Schuldige ist nach dem bürgerlichen Recht grundsätzlich für alle Schäden haftbar. Grobe Fahrlässigkeit wird erfahrungsgemäß von den Versicherungsgesellschaften geahndet und somit bei der Schadensregulierung ausgeklammert.

Das Flugplatzgelände ist sauber zu halten.

Fragen und Unklarheiten über die Bestimmungen und Verordnungen soweit sie den Modellflug betreffen sind dem Vorstand vorzutragen, der für Klärung zu sorgen hat.

Modellflugsport ist keine Spielerei!!

Der Vorstand

LSC-Kirchlinde e.V.

Lärmvorschrift

Auszug aus der Lärmvorschrift für Luftfahrzeuge (LVL)
(vom 1. August 2004)

Als Maß für den Lärmpegel gilt der maximale Schalldruckpegel LAmax in dB(A). LAmax ist definiert als das Verhältnis der Quadrate des maximalen Schalldruckes des A-bewerteten Geräusches des Flugmodells und des Referenz-Schalldruckes von 20 ;Pa.

Die Lärmmesspunkte befinden sich in einer Höhe von 1 m über dem Boden, in einem Abstand von 25 m zum Beziehungspunkt und in einem Winkel von 45°, 90° und 135° zur Vorausrichtung der Modelllängsachse auf der Auspuffseite. Der Beziehungspunkt ist bei Flugmodellen mit einem Propellerantrieb die Mitte der Propellernabe,

Flugmodellen mit mehreren Propellerantrieben die Mitte der Verbindungslinie der am weitesten außenliegenden Propellernaben,

Flugmodellen mit einem Strahltriebwerk die Mitte der Lufteintrittsöffnung,

Flugmodellen mit mehreren Strahltriebwerken die Mitte der Verbindungslinie der am weiteten außen liegenden Lufteintrittsöffnungen,

Hubschraubermodellen die Mitte der Hauptrotorachse.

Der gültige Lärmpegel ist das arithmetische Mittel der gemessenen maximalen Schalldruckpegel.

Der in Übereinstimmung mit dem in diesem Abschnitt beschriebenen Lärmmessverfahren ermittelte Lärmpegel darf bei Flugmodellen mit Kolbenmotor(en) (Propellerflugzeuge und Hubschrauber) sowie Flugmodellen mit Elektromotor(en) den Lärmgrenzwert von 82 dB(A) in Deutschland nicht überschreiten, bei Flugmodellen mit Strahltriebwerk(en) (Strahlflugzeuge und Hubschrauber) den Lärmgrenzwert von 90 dB(A) in Deutschland nicht überschreiten.

Die Grenzwerte bei uns auf dem Vereinsgelände in Kirchlinde liegen, bei Flugmodellen mit Kolbenmotor 79 db(A) und bei Flugmodellen mit Turbinen-Antriebe 89 db(A)

Die Messungen sind unter folgenden Bedingungen durchzuführen.

Das Flugmodell ist so zu positionieren, dass sich der in diesem Abschnitt, 9.3.1, definierte Bezugspunkt in einer Höhe von 1 m ± 0,1 m über dem Boden befindet und die Flugzeuglängsachse parallel zum Boden verläuft. Das Luftfahrtbundesamt kann in Sonderfällen eine andere Aufstellung genehmigen.

Zur Vermeidung von Reflexionen dürfen in einem Umkreis von 30 m um das Mikrofon sowie um das Flugmodell keine die Messung beeinflussenden Gegenstände vorhanden sein.

Die Lärmmessung muss auf einem kurzgemähten Grasboden erfolgen.

Das Flugmodell ist so zu positionieren, dass sich die Flugzeuglängsachse in einem Winkel von 90° ± 30° zur Windrichtung befindet. Die Lärmmessung hat auf der zum Wind abgewandten Seite des Modells zu erfolgen. (die Windgeschwindigkeit darf 5m/sec nicht überschreiten)

Die Messung muss an jedem Punkt über einen Zeitraum von mindestens 30 s erfolgen; maßgebend ist der höchste in diesem Zeitraum gemessene Pegel.

Die Umgebungstemperatur muss zwischen 10° C und 30° C liegen; kein Niederschlag.

Das Umgebungsgeräusch muss mindestens 10 dB(A) unter dem vom Modell erzeugten Geräusch liegen.

Die Messung muss bei Vollgas erfolgen. Eine Limitierung von Leistung und Drehzahl, die zur Erfüllung der Lärmschutzforderungen vorgenommen wird, ist nicht erlaubt.

Für die Messung muss ein Präzisionsschallpegelmesser nach DIN EN 60651 oder nach DIN EN 60804, in beiden Fällen mindestens Klasse 2, in der Betriebsart langsam ( slow ) und im Anzeigemodus dB(A) verwendet werden.

Die Kalibrierung der Messanlage mit einem akustischen Schalldrucknormal zur Überprüfung der Empfindlichkeit der Anlage und zur Ermittlung des Bezugspegels darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

Alle gemessenen Schalldruckpegel müssen im Messbericht enthalten sein.

Die folgenden Daten, die während jeder Messung gemessen werden, müssen im Messbericht enthalten sein:

Besonderheiten der örtlichen Topografie und des Bodenbewuchses, Temperatur, durchschnittliche Windgeschwindigkeit, die für die Messung und Auswertung aller Lärm- und Leistungsdaten des Flugmodells und aller meteorologischen Daten verwendete Ausrüstung.

Die folgenden Kenndaten des Flugmodells müssen im Messbericht enthalten sein:

Hersteller und Typbezeichnung des Flugmodells, des Motors (der Motoren) und, wenn vorhanden, des Propellers (der Propeller) bzw. des Haupt- und Heckrotors, die höchstzulässige Startmasse, Angaben zu der verwendeten Schalldämpferanlage (wenn vorhanden), die höchstzulässige Motordrehzahl und , wenn vorhanden, die höchstzulässige Propellerdrehzahl bzw. die höchstzulässige Drehzahl von Haupt- und Heckrotor in U/min, die bei der Messung erreichte Motordrehzahl und, wenn vorhanden, die bei der Messung erreichte Propellerdrehzahl bzw. die erreichte Drehzahl von Haupt- und Heckrotor in U/min, wenn vorhanden, der Propellerdurchmesser bzw. der Durchmesser von Haupt und Heckrotor, wenn vorhanden, die Blattanzahl(en) von Propeller bzw. von Haupt- und Heckrotor.


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